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JUNG, MATTHIAS (2016): Archaische Illusionen. Die Vernutzung von Wissenschaft durch das Fernsehen am Beispiel der SWR-Produktion »Steinzeit. Das Experiment«. (Forschungsbeiträge aus der Objektiven Hermeneutik, Band 12). Frankfurt am Main: Humanities online. 
Added by: admin (Di., 2. Feb. 2016 23:14:21 Europe/Berlin)   Last edited by: admin (Di., 2. Feb. 2016 23:19:39 Europe/Berlin)
Resource type: Book
Languages: Deutsch
ID no. (ISBN etc.): 978-3-941743-61-8
BibTeX citation key: Jung2016
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Categories: Buchreihe, General
Keywords: Archäologie, Datentyp: Fernsehsendung, Fernsehen, Kulturindustrie, Wissenschaft
Creators: Jung
Publisher: Humanities online (Frankfurt am Main)
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Abstract
Der Frage nach den Weisen der Darstellung und Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte durch das Medium Fernsehen geht die vorliegende Untersuchung am Modell des »Steinzeitexperimentes« des SWR nach. In diesem unter »Living Science« firmierenden Experiment lebten 13 Probanden zwei Monate lang an einem Weiher in der Nähe des Bodensees in den simulierten Lebensbedingungen des Spätneolithikums. Anspruch der vierteiligen Fernsehreihe war die Dokumentation der Geschehnisse in dem hierzu rekonstruierten Weiler sowie einer Überquerung der Alpen durch zwei Probanden. Zum Ziel des Experimentes wurde es erklärt, einen Beitrag zum wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt leisten zu wollen, indem das archäologische Wissen einem »Praxistest« unterzogen werden sollte.

Im Mittelpunkt der Studie stehen detaillierte Sequenzanalysen ausgewählter Passagen der Sendungen, die zeigen, dass sich die Absichten der Verantwortlichen an den Eigengesetzlichkeiten des Mediums Fernsehen brechen, an seinem spezifischen Dispositiv, dessen Gestaltungsmaximen einer sachhaltigen Informationsübermittlung entgegenstehen. Ein weiterer Schwerpunkt gilt der journalistischen Berichterstattung über das Experiment, die, bei aller inhaltlichen Kritik an diesem, strukturell denselben kulturindustriellen Schemata folgt und der das für die Gestalt des Gesendeten maßgebliche Dispositiv des Fernsehens ein blinder Fleck bleibt. 

Matthias Jung (geb. 1968) ist Soziologe und Privatdozent am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 

Aus dem Inhalt

1. Einleitung 7

2. Mediensoziologische Rahmung der Analyse  15
2.1 Begriffsklärung »Fernsehkommunikation«  15 
2.2 Begriffsklärung »Dispositiv des Fernsehens«  17
2.3 Begriffsklärung »filmische Dokumentation«  55

3. Sequenzanalysen ausgewählter Passagen des Sendungstranskriptes  69
3.1 Vorüberlegungen  69
3.2 Anmerkungen zu der Transkription  76
3.3 Sequenzanalyse des Anfangs der ersten Folge  78
3.4 Der »Machtkampf« zwischen Olliver und Martin  122
3.5 Die Schlusssequenz der letzten Folge  161

4. Hintergründe, Einschätzungen, Kritik 1: Das »Steinzeitexperiment« aus der Sicht von Beteiligten  173
4.1 Die Beurteilung des Experimentes durch einen beteiligten Wissenschaftler  173
4.2 Ein Fazit aus Probandensicht  212
4.3 Das Begleitbuch zu der Fernsehreihe  218

5. Hintergründe, Einschätzungen, Kritik 2: Das »Steinzeitexperiment« in der journalistischen Berichterstattung  261
5.1 Leerlaufende Dauerironisierung: »Spiegel« (Martin Wolf) und »Spiegel online« (Christian Buß)  262
5.2 Anwalt des empörten Gebührenzahlers: »Bild-Zeitung« (Christoph Wüllner)  299
5.3 Argumentlose Sympathie: »Süddeutsche Zeitung« (Claudia Tieschky)  309
5.4 Das »Steinzeitexperiment« als Rollenspielersatz: »Frankfurter Allgemeine Zeitung« (Heike Hupertz)  324
5.5 Zusammenfassung der Analysen der journalistischen Kommentare  336

6. »Die wussten genau, was sie tun, und wir wissen des halt net.« 
Zusammenfassung und Fazit  339

Literatur  351
Danksagung  375


  
Notes
376 Seiten, broschiert
Buchausgabe: 29,80
E-Book (PDF) 19,80
  
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